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Krankheit = verstimmte Lebenskraft

Um Homöopathie zu verstehen, kommt man nicht drum herum, sich mit einer der zentralen Aussagen der Homöopathie zu beschäftigen: Krankheit = verstimmte Lebenskraft.

Samuel Hahnemann hat dies in seinem Grundlagen-Werk „Organon der Heilkunst“ in § 11 so beschrieben:

„Wenn der Mensch erkrankt, so ist ursprünglich nur diese geistartige, in seinem Organismus überall anwesende, selbsttätige Lebenskraft durch den, dem Leben feindlichen, dynamischen Einfluß eines krankmachenden Agens verstimmt; nur das zu einer solchen Innormalität verstimmte Lebensprinzip, kann dem Organismus die widrigen Empfindungen verleihen und ihn zu so regelwidrigen Tätigkeiten bestimmen, die wir Krankheit nennen, denn dieses, an sich unsichtbare und bloß an seinen Wirkungen im Organismus erkennbare Kraftwesen, gibt seine krankhafte Verstimmung nur durch Äußerung von Krankheit in Gefühlen und Tätigkeiten, (die einzige, den Sinnen des Beobachters und Heilkünstlers zugekehrte Seite des Organismus), das ist, durch Krankheits-Symptomen zu erkennen und kann sie nicht anders zu erkennen geben.“

Anders ausgedrückt: Der Einfluss eines krankmachenden Faktors führt zu einer Verstimmung der dynamischen Lebenskraft. Dies zeigt sich im Organismus durch Krankheitssymptome. Die Entgleisung erfolgt auf funktioneller Ebene, äußert sich aber für den Patienten individuell und subjektiv durch Symptome auf emotionaler, geistiger oder körperlicher Ebene.

Als Homöopathin berücksichtige ich in der Behandlung folglich außer den aktuellen Beschwerden des Patienten auch seine Konstitution, sein soziales und ökonomisches Umfeld, die Familienverhältnisse sowie auch seine Biographie und die erbliche Belastung.

In meinen Seminaren über Homöopathie ist es mir ein Anliegen, neben der richtigen Anwendung von homöopathischen Arzneien auch dieses Verständnis Homöopathie-Interessierten zu vermitteln.