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Die Eisenleiter wird von Rudolf Steiner für das 9./10. Lebensjahr empfohlen. Diese besondere biografische Situation wird in in der Waldorfpädagogik auch als Rubikon bezeichnet. Mit spezifischen Eisenpräparaten und Potenzen, die nacheinander verabreicht werden (das Prinzip der Leiter), kann die gesunde körperliche und seelische Entwicklung des Kindes begleitet und unterstützt werden.

Das Rubikon-Ereignis im 9./10. Lebensjahr

Die bis zum 9. Lebensjahr vorherrschenden Gestaltungskräfte des Nerven-Sinnes-Systems ziehen sich jetzt zurück und geben den Kräften des Bewegungs-Stoffwechsel-Systems verstärkt Raum. Dies hat zur Folge, dass z.B. aufgenommene Nahrung vom Stoffwechsel nun anders verdaut und individualisiert werden kann.

Wird diese Entwicklungsphase nachhaltig gestört, kann eine konstitutionelle Disharmonie wie folgt entstehen:

Überforderung des Sinnes-Nerven-Systems: Nervosität, Ablenkbarkeit und Konzentrationsschwäche, Schulkopfdchmerzen
Schwäche im Rhythmischen System: schwacher Kreislauf, Schwindel, Kontakt- und Kommunikationsprobleme
Schwäche im Verdauungssystem:  Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Nahrungsmittel-Unerträglichkeiten
Unterforderung des Bewegungssystems: Körperhaltungsprobleme

Um den Prozess des präpubertären Wachstumschubs zu sinnvoll zu unterstützen, benennt Rudolf Steiner verschiedene Eisenpräparate, zum Beispiel:

Eisenhammerschlag zur Unterstützung der Körperhaltung und für entschlossenes Handeln
Chlorsaures Eisen zur Unterstützung des Rhythmischen Systems und Verbesserung des Verhältnisses zu sich selbst und der Umwelt
Meteoreisen zur Unterstützung des Nervensystem und zur Stärkung des Selbstvertrauen

Insgesamt gibt es sieben Präparate, aus denen individuell für jedes Kind die drei passendsten ausgewählt werden.

Die Eisenleiter im späteren Lebensabschnitten

Die Eisenleiter beschreibt ein universelles Therapieprinzip, das metamorphosiert auch in anderen Lebensabschnitten hilfreich sein kann. Besonders empfehlenswert ist die Anwendung an den sogenannten Spiegelungs-Punkten des Rubikon im 33. und 54. Lebensjahr.